Sie kennzeichnet die mittlerer Feuchtigkeit des Bodens während der Vegetationszeit:
| 1 |
usgesprochene Trockenheitszeiger |
| 2 |
Zeiger mässiger Trockenheit |
| 3 |
Zeiger mittlerer Feuchtigkeitsverhältnisse |
| 4 |
Feuchtigkeitszeiger |
| 5 |
Nässezeiger |
Bei der Feuchtezahl 5 werden zur besseren Kennzeichnung der vielfältigen
Verhältnisse oft zusätzliche Zeichen verwendet:
| f |
im Bereich von fliessendem Gewässer |
| w |
vorwiegend auf Böden mit wechselnder Feuchtigkeit |
| u |
in der Regel im Wasser untergetaucht |
| v |
mit untergetauchten und schwimmenden Organen |
| s |
mit Blattorganen, die auf dem Wasser schwimmen |
| i |
im Wasser stehend, aber mit den meisten Blätter
herausragend |
Reaktionszahl R
Sie ist charakteristisch für den Gehalt an freien H-Ionen
im Boden: (die pH-Werte sind nur Hinweise für das mittlere Vorkommen; Ausnahmen
sind häufig)
| 1 |
ausgesprochene Säurezeiger (pH 4-4.5) |
| 2 |
Säurezeiger (pH 3,5-5,5) |
| 3 |
Pflanzen auf schwach sauren Böden (pH 4,5-7,5) |
| 4 |
schwache Basenzeiger (pH 5,5-8) |
| 5 |
ausgesprochene Basenzeiger (pH über 6,5) |
3. Nährstoffzahl N
Sie kennzeichnet den Nährstoffgehalt (insbesondere Stickstoff) des Bodens:
| 1 |
ausgesprochene Magerkeitszeiger |
| 2 |
Magerkeitszeiger |
| 3 |
weder auf sehr nährstoffarmen noch auf stark gedüngten
Böden |
| 4 |
Nährstoffzeiger |
| 5 |
Überdüngungszeiger |
4. Lichtzahl L
Sie charakterisiert die mittlere Beleuchtungsstärke, bei der die Pflanze
gut gedeiht:
| 1 |
ausgesprochene Schattenzeiger |
| 2 |
Schattenzeiger |
| 3 |
Halbschattenzeiger |
| 4 |
Lichtzeiger |
| 5 |
ausgesprochene Lichtzeiger |
5. Temperatur T
Sie charakterisiert die mittlere Temperatur, bei der die Pflanze gut gedeiht
und spiegelt daher weitgehend die Höhenverbreitung der Pflanzen wider:
| 1 |
typische Hochgebirgs- und arktische Pflanzen (Hauptverbreitung oberhalb
der Waldgrenze), in tiefen Lagen Kältezeiger |
| 2 |
Gebirgs- und boreale Pflanze (Hauptverbreitung in der subalpinen Stufe) |
| 3 |
Hauptverbverbreitung in der montanen Stufe |
| 4 |
Hauptverbverbreitung in der kollinen Stufe |
| 5 |
nur an wärmsten Stellen (Hauptverbreitung in Südeuropa) |
6. Kontinentalitätszahl K
Sie kennzeichnet die Temperaturdifferenzen im Tages- und Jahresverlauf und die
Luftfeuchtigkeit:
| 1 |
Hauptverbreitung in Gebieten mit ozeanischem Klima: milde Winter und hohe Luftfeuchtigkeit |
| 2 |
Hauptverbreitung in Gebieten mit subozeanischem Klima: Spätfröste und grosse Temperaturunterschiede |
| 3 |
im Gebiet fast überall vorkommend |
| 4 |
Hauptverbverbreitung in Gebieten mit relativ kontinentalem Klima |
| 5 |
nur in Gebieten mit ausgesprochen kontinentalem Klima, vorwiegend an wind- und sonnenexponierten Stellen. |
Salzzeichen
Bei Pflanzen, die auch auf salzhaltigen Böden gedeihen können, steht
zwischen den beiden Dreiergruppen statt einem Strich das Salzzeichen +
Wuchs- oder Lebensform
Nach den beiden Dreiergruppen der eigentlichen Zeigerwerte wird mit einem Buchstaben
die Wuchs- oder Lebensform angegeben.
Sie umschreibt die Art der Überwinterung
| p |
sommergrüner Phanerophyt: Holzpflanze, die mehr als 4m hoch wird
und im Winter die Blätter abwirft |
| i |
immergrüner Phanerophyt: Holzpflanze, die mehr als 4m hoch wird und mit
Blättern oder Nadeln überwintert |
| n |
sommergrüner Nanophanerophyt: strauchförmige, 0.4-4m hohe Holzpflanze,
die im Herbst die Blätter oder Nadeln abwirft |
| j |
immergrüner Nanophanerophyt: Holzpflanze, die 0.4-4m hoch wird und mit
Blättern oder Nadeln überwintert |
| z |
holziger Chamaephyt: Zwergstrauch von weniger als 0.4m Höhe, der mit
Knospen über der Erde überwintert |
| c |
krautiger Chamaephyt: krautige Pflanze, die mit Knospen über der Erde
überwintert |
| e |
Epiphyt: Pflanze, die ohne zu schmarotzen auf Bäumen wächst |
| h |
Hemikryptophyt: krustige Pflanze, die mit Knospen auf oder direkt unter der
Erdoberfläche überwintert. |
| g |
Geophyt: krautige Pflanze, die mit Knospen unter er Erde überwintert
(Rhizome, Knollen, Zwiebeln) |
| t |
Therophyt: einjährige Pflanze, die nur mit Samen überwintert |
| u |
Therophyt/Hemikryptophyt: in warmen Gegenden und günstigen Jahren Therophyt,
bei uns aber meist 2jährig und als Rosette überwinternd |
| a |
Hydrophyt: Knospen im Wasser überwinternd |
Viele Pflanzen können in mehr als einer Wuchsform oder auch in Übergansformen
vorkommen. In gewissen Fällen wird der Wuchsformbezeichung eine weitere
von Ellenberg übernommene Information beigefügt:
| pa |
Parasit: auf einen lebenden Wirt angewiesene Pflanze ohne Chlorophyll |
| hp |
Halbparasit: Pflanze mit Chlorophyll, aber teilweise Nutzniesser von lebenden Wirten |
| sa |
Saprophyt: von toter organischer Substanz lebende Pflanze ohne Chlorophyll |
| iv |
insectivor „insektenfressende“ Pflanze |
| wi |
windende Pflanze (bei Holzpflanzen: Liane) |
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